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Abbildung von erleuchteter Buddha Zeichnung
10. August 2017
Ausgeglichen

Kundalini Yoga – Yoga für die Seele

„Komm doch mal mit zum Kundalini Yoga“, sagte meine Kollegin. „Warum nicht“, dachte ich. „Yoga tut mir immer gut. Kundalini kenne ich zwar nicht, aber so anders als andere Yoga-Formen kann es ja nicht sein“. Aber da hatte ich mich mächtig getäuscht.

Ein Erfahrungsbericht.

Mit Kundalini Yoga auf zu neuen Sphären

Zwei Tage nach unserem Gespräch sitze ich im Berliner Yoga-Studio Yoga Delta auf der Matte und schaue in die freundlichen Augen von Kundalini Yoga-Lehrerin Katrin. Wer von euch hat schon mal Kundalini Yoga gemacht?“ Ich schüttele den Kopf. „Ich sage immer allen, die noch nie Kundalini Yoga gemacht haben: Vergesst alles, was ihr in anderen Yoga-Kursen gelernt habt, und lasst euch ganz auf diese Stunde ein.“ Alrighty, denke ich mir.

Anders als jedes andere Yoga – der Selbstversuch im Kundalini

Und los geht’s. Nach einer Tanzphase zum Aufwärmen machen wir Yoga-Übungen, die ich wirklich noch in keinem anderen Yoga-Kurs praktiziert habe. Mula Bandha ziehen, Feueratmung und wirklich lange, sehr lange einzelne Bewegungsabläufe wiederholen: Das alles ist neu und viel anstrengender, als ich es mir vorgestellt habe. Durch die ständige Wiederholung bringt man sich beim Kundalini Yoga in einen fast schon ekstatischen Zustand, und der unmittelbar eintretende körperliche und geistige Effekt ist auch außergewöhnlicher und befreiender, als ich es aus allen anderen Yoga-Sessions kenne. Das Besondere und Anstrengende am Kundalini Yoga ist dementsprechend, dass die Übungen so lange praktiziert werden, bis Körper oder Geist einem signalisiert – es reicht, ich kann nicht mehr. Die körperliche und geistige Belohnung nach dem Kundalini ist entsprechend faszinierend. Ein weiteres überraschendes Erlebnis war für mich die Entspannungsmeditation am Ende der Kundalini Yoga-Stunde. Auch die Abschlussmeditation kenne ich aus anderen Yoga-Kursen, allerdings schossen mir bei der ersten Kundalini-Stunde nach nur wenigen Minuten langer tiefer Entspannung die Tränen in die Augen, und das aus mir nicht erklärlichen Gründen. Klar schwirren mir täglich gewisse Themen durch den Kopf, an denen ich arbeite und mit denen ich zu kämpfen habe, allerdings habe ich mich am Morgen vor dem Kundalini Yoga nicht traurig oder besonders emotional gefühlt. Schwer zu beschreiben, woher diese Gefühle kamen und wodurch genau sie in mir ausgelöst wurden. „Kundalini ist Seelenyoga“, sagt meine Kollegin später zu mir. „Das setzt am Kern an.“ Das kann ich nun bestätigen.

Schriftzug Embrace your emotions mit Emojis

© Sophia Katschinski

Wo liegen die Wurzeln des Kundalini Yoga?

Kundalini Yoga, auch Yoga der Energie genannt, kommt wie alle anderen Yoga-Arten aus dem Hinduismus und wird heute vor allem als Teil der tantrischen Religionsströmung eingeordnet. Tantrismus wird mit Gewebe, Kontinuum oder Zusammenhang übersetzt und ist als esoterische Ausprägung des Hinduismus zu verstehen. Der Hinduismus ist die älteste der fünf Weltreligionen, entstanden ungefähr im 15. Jahrhundert vor Christus. Die Ursprünge des Hindu-Tantrismus gehen bis ins 2. Jahrhundert  nach Christus zurück. Während in der westlichen Welt hauptsächlich die tantrischen Sexualpraktiken bekannt sind, hat der Tantrismus eine Reihe weiterer Hauptelemente: Mantren, Symbole, das Einfließen magischer Vorstellungen sowie das Würdigen der unterschiedlichen Energiezentren im Körper – der Chakren.

Schriftzug Feel mit buntem Lichtkreis

© Sophia Katschinski

Über die Chakren zur Erweckung der Kundalini – oder einfach Yoga für stärkere Nerven

Auf diesen Chakren basieren die yogischen und meditativen Praktiken und somit auch das Kundalini Yoga. Beim Kundalini bearbeitet man die verschiedenen Chakren, die mit unterschiedlichen Bewusstseinszuständen in Verbindung gebracht werden. Das Ziel ist es, über die Yoga-Praxis die einzelnen Chakren zu reinigen und Blockaden zu lösen. Erst dann erreicht man über das oberste Chakra, das Sahasrara, die Erweckung der Kundalini. Die Erweckung der Kundalini soll zur Erleuchtung führen. Bei den einzelnen Übungseinheiten, sogenannten Kriyas, werden spezifische Themen und Regionen im Körper angesprochen, z.B. ein bestimmtes Organ entgiftet, die volle Atmung gefördert, oder die Nerven gestärkt. Es geht beim Kundalini Yoga darum, im Körper und Geist Vergessenes anzusprechen und zu lösen.

gemaltes Auge, Wimpern mit Schriftzug see your talents

© Sophia Katschinski

Was ist das Besondere am Kundalini, und wie unterscheidet sich Kundalini Yoga von anderen Yoga-Arten? Wir fragen Yoga-Lehrerin Katrin.

Kundalini-Praktizierende sind der Auffassung, dass in jedem Menschen großes Potential und Talent steckt und dieses über bestimmte Praktiken geweckt werden kann. Das übergeordnete Ziel des Kundalini ist es, mehr Energie im Alltag zu verspüren, die eigene Persönlichkeit zu entfalten und das Bewusstsein für das Wesentliche zu erweitern. „Kundalini Yoga hilft uns, uns mit der Unendlichkeit zu verbinden“, so Yoga-Lehrerin Katrin.  Je stärker die Kundalini erwacht, desto mehr treibt sie uns dazu,  Antworten auf die Fragen „Wer bin ich?“, „Was ist mir wichtig?“ und „Wohin möchte ich?“ zu finden. Nach meinen Erfahrungen kann ich nur jedem dazu raten, diese Yoga-Praxis einmal auszuprobieren. Man muss bereit sein, sich beim Kundalini auf eine andere Art der Begegnung mit sich und dem eigenen Körper einzulassen, aber ich habe noch nichts Vergleichbares erlebt.

Schriftzug Take a little risk und Silhouette eines springenden Menschen

© Sophia Katschinski

Die Bilder stammen von Sophia Katschinski. Sophia ist Stimmtrainerin und ebenfalls Yoga-Lehrerin im Yoga-Studio Yoga Delta. Sie malt jede Woche ein großartiges Bild, welches sie auf facebook veröffentlicht.

Lara

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