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Jennifer, Yella und Natascha von Großstadtzoo
9. Januar 2018
Weggefährten

INJU stellt vor: das Design-Studio Großstadtzoo

Zusammen mit Yella Schaube und Jennifer Tix hat Natascha Kornilowa vor ziemlich genau einem Jahr das kleine, aber feine Design-Studio mit dem Namen Großstadtzoo gegründet. Die drei Geschäftspartnerinnen, Gründerinnen und nicht zuletzt auch Freundinnen, haben sich mit viel Herzblut und Leidenschaft dem Print verschrieben und lieben Aufträge, mit denen sie in der Gesellschaft etwas bewegen können. Der Großstadtzoo entwickelt Konzepte und Ideen, gibt ihnen eine visuelle Form und setzt diese um. 

Die ehrgeizige Mission des Studios besteht darin, Inhalte, Emotionen und Ideen sichtbar und verständlich zu machen, Gestaltung mit Wertigkeit und Bestand zu schaffen und Menschen das ” Sehen“ zu lehren.

Hallo liebe Natascha. Stell dich und Großstadtzoo doch mal kurz vor.

Ich heiße Natascha und bin Teil eines Designerinnen-Trios aus Berlin. Wir haben uns mit ganzem Herzen der Gestaltung verschrieben und ein gemeinsames Studio in Berlin gegründet. In erster Linie entwickeln wir Corporate und Editorial Designs, Illustrationen und Info-Grafiken. Alles, was gestaltet werden kann, können wir formen und damit wollen wir unsere Welt ein bisschen schöner machen.

Wie ist der Name Großstadtzoo entstanden?

Wir drei sind seit fast zehn Jahren befreundet. Als wir gemeinsam im Urlaub waren und mit unserem kleinen schnarchenden Agentur-Hund im Zug saßen, haben wir rumgealbert: Eine von uns meinte – „wie ein Großstadtzoo auf Tour“. Als es fast zwei Jahre später auf die Gründung zuging, haben wir gesagt: „Der Name passt nach wie vor“. Dann fiel mir auch dieser Song ein: Das ganze Leben ist ein Zoo. Da steckt alles drin, was uns auszeichnet. Der Name ist ein kleines bisschen verrückt, ein kleines bisschen bunt und damit fühlen wir uns sehr wohl.

Warum habt ihr den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt?

Weil wir gemerkt haben, dass ein neuer Schritt notwendig ist. Wir haben gemeinsam studiert, jede hat mehrere Jahre Berufserfahrung gesammelt und bis dahin sind wir einen konventionellen Weg gegangen. Etwas musste sich ändern und wir haben uns gesagt: „Entweder wir suchen uns eine neue Anstellung oder wir probieren das mit der Selbstständigkeit gemeinsam aus.“ Privat hat es bei allen gepasst. Und wir bekamen die einmalige Chance, an einem Förderprogramm unserer Fachhochschule teilzunehmen. Das kann Alumnis den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern. Wir wurden mit Know-How unterstützt, es gab also keine finanzielle Starthilfe, sondern Beratungsstunden. Das alles waren Gründe um zu sagen: „Wir probieren es aus.“
Der Zeitpunkt war der Richtige.

Warum seid ihr drei Frauen? Hättet ihr gerne einen Mann im Team?

Warum nicht drei Frauen?  In Zeiten des Female Future Force Hashtags oder von „the Future is Female“, gibt es doch keinen besseren Zeitpunkt. Das soll aber gar keine Kampfansage oder ein Gendern der Szene sein. Wir drei kennen uns, wir schätzen und vertrauen uns, deswegen haben wir gemeinsam gegründet. Es hat sich einfach ergeben, dass wir drei Mädels uns zusammenschließen. Wir sind natürlich offen für jeden männlichen (oder weiblichen) Freelancer, der mit uns arbeiten möchte.

Habt ihr ähnliche Vorstellungen von Ästhetik und Schönheit, oder gehen eure Geschmäcker dort auseinander?

Ich glaube, dass wir drei recht verschieden sind, was unseren Geschmack angeht, aber Design ist keine Frage des Geschmacks. Unsere Einstellung und unsere Grundwerte überschneiden sich. Und das ist das eigentlich entscheidende. Wir bearbeiten die meisten Projekte gemeinsam. Es hat immer mal die eine oder die andere den Hut auf, aber alles wird gemeinsam besprochen. Wir haben eine ähnliche Einstellung, aber unterschiedliche Stile. Die eine mag es vielleicht etwas chaotischer, die andere präferiert aufgeräumte klare Linien und da muss man von Projekt zu Projekt schauen wer besser darauf passt oder Zugang dazu findet.

Wie geht ihr mit Meinungsverschiedenheiten im Design um? Wie entscheidet ihr, wenn ihr alle Projekte gemeinsam macht?

Wir treffen alle Entscheidungen demokratisch, daher sind drei Leute eigentlich eine gute Anzahl. Wir können im Zweifel immer abstimmen. Bisher waren wir uns aber tatsächlich in allen wirklich wichtigen Dingen einig. Es kam noch nicht vor, dass eine von uns sagen musste: „Damit kann ich nicht leben. “ Bei Projekten sind wir alle professionell genug, um sagen zu können: „Ich würde es für mich vielleicht anders machen. Aber hier sind zwei genauso qualifizierte Gestalterinnen, die begründen können, warum diese Lösung besser passt.“ Dann hat keine von uns ein Problem damit, sich auch mal rauszuziehen.

Was macht denn für Dich gutes Design aus?

Gutes Design muss zum Kunden und zu seiner Zielgruppe passen. Was wir häufig unseren Kunden erklären: Was wir gestalten, womit er kommuniziert, das ist in erster Linien an seine Zielgruppe gerichtet. Gutes Design fundiert immer auf einer Analyse unseres Auftraggebers, dessen Umfeldes und Konkurrenz sowie der Positionierung auf dem Markt. Es braucht unbedingt ein inhaltliches und konzeptionelles Fundament. Bunte Bildchen machen, das kann jeder. Zweitens muss das Design praktikabel sein. Unsere Arbeit muss tragfähig und zukunftsfähig sein, Bestand haben. Denn unsere Kunden sollen über Jahre mit unserer Lösung weiterarbeiten können. Wir haben erlebt, dass Kunden ein Design übergestülpt wurde und man sie anschließend damit alleine lies. In vielen Branchen muss man heute flexibel bleiben und kann dafür kein allzu steifes Korsett gebrauchen. Gewisse Freiheiten müssen erlaubt sein. Last but not least ist mir aber natürlich auch die Ästhetik wichtig. Ich sage immer: „Ich liebe Schönes. Ich möchte Dinge schöner machen und habe eine Schwäche für Schönheit aller Art.

Hast du eine persönliche Definition für Schönheit?

Beim Design faszinieren mich tatsächlich oft die Ideen. Manchmal denke ich: „Mensch da wäre ich auch gerne drauf gekommen.“ Eine Umsetzung durchführen, können viele. Doch das was dahinter steckt, ist entscheidend. Das war jetzt aber eher eine inhaltliche Definition.

Im Leben ist es häufig das leicht Unperfekte, das ich schön finde. Ich bin jetzt schon häufiger über das Konzept des Wabi-Sabi gestolpert: die japanische Philosophie der Ästhetik vom Unperfekten oder der unfertigen Ästhetik, die ich sehr schön finde. Perfektion ist langweilig. Schönheit hat für mich immer etwas, dass dich zwingt noch einmal hinzuschauen.

Wie passen INJU und Großstadtzoo zusammen? Wo können wir uns gegenseitig auf unserem Weg helfen?

Zum einen hat es ja einen Grund, dass wir uns auf der Imagine Konferenz gefunden haben. Wie wir miteinander und auch mit unseren Partnern und Netzwerken umgehen wollen, ist etwas, das uns verbindet. Wenn man die Szene in Berlin gemeinsam zum Umdenken bewegen will, geht das meiner Meinung nach über Kooperation statt Konkurrenz. Mit mehr partnerschaftlicher Zusammenarbeit, der Ellenbogenmentalität und den monopolistischen Stellungen entgegen wirken. Wir sind nicht der einzige Kooperationspartner für euch. Dinge werden größer, wenn man sie miteinander teilt. Und ich habe das Gefühl, dass INJU da sehr ähnlich denkt, gerade was die Loyalität zum Netzwerk angeht. Wenn man mit Freude Kontakte teilt und Menschen verbindet, kann man so gemeinsam etwas sehr sehr Schönes schaffen, wovon alle überzeugt sind. Und das gilt auf Produkt- sowie Leistungsebene. Wir liefern die optischen und ihr die inhaltlichen Komponenten, die die Umwelt der Menschen schöner macht.

Und INJU als Produkt?

Bei mir hat es sofort Klick gemacht. Ich beschäftigte mich momentan viel mit meiner Ernährung, Themen wie Übersäuerung des Körpers und mit der Frage, wie man seinen Organismus pflegen kann um leistungsfähig zu sein. Das ist bei Spiral Dynamics die Stufe: „Ich muss mich um mich kümmern, damit ich mich um andere kümmern kann. Das ist mir seit der Selbstständigkeit noch wichtiger geworden. Ich muss mich mehr um mich kümmern, damit ich mich um meine Kunden und meine Partnerinnen kümmern kann. Bei diesem Grundgedanken und den dazugehörigen Inhaltsstoffen setzt INJU an. Es will nicht nur ein Lifestyle Produkt sein, sondern geht viel tiefer. Es geht darum zu verstehen, was in unserem Körper passiert. Es ist ja kein Pflaster, das man auf eine Wunde klebt. Vielmehr geht es um ein nachhaltiges Umdenken. Das ist das, was INJU für mich ausmacht.

Die letzte Frage - Wer bist du wenn du du bist?

Ich bin hoffentlich ein optimistischer und neugieriger Mensch, der sich darüber freut, dass er gerade da sein kann und das Leben genießt. Am glücklichsten bin ich wenn ich einfach loslassen und durchatmen kann und umgeben bin von Menschen, die ich liebe. Da bin ich wahrscheinlich am ehesten ich.

Großstadtzoo - Studio für Gestaltung

Titelbild © Björn Kremer

Lara

Als Kommunikations- und Strukturbeauftragte bei INJU bloggt Lara vor allem zu alternativen Wirtschaftsansätzen und Fragen, die sie für sich noch nicht beantwortet hat.

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