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Biene auf Propolis
30. März 2017
Standpunkt

Was ist Propolis? Ein Beweis für die Genialität der Natur

Wir bei INJU setzen auf natürliche Substanzen, um mit unserem Körper im Einklang zu sein. Hier stellen wir ein besonders gelungenes Beispiel für die verblüffende Intelligenz der Natur vor: unseren Inhaltsstoff Propolis.

Ein Geschenk der Natur: das Bienenharz Propolis

Propolis ist ein Bienenharz und wird auch Bienenleim, Kittharz oder Kittwachs genannt wird. Die klebrige Substanz hat so viele nützliche Eigenschaften, dass man sich kaum einen künstlich hergestellten Stoff vorstellen kann, der in der Lage wäre, es mit Propolis aufzunehmen. Doch was ist Propolis eigentlich?

Was ist Propolis? Der hochbegabte Bruder des Honigs

Einfach gesagt ist Propolis eine klebrige Substanz, die von Pflanzen produziert und von Bienen verfeinert wird. Um ihre Knospen zu schützen, oder auch um verletzte Stellen an der Rinde vor bakteriellen Infektionen und Pilzen zu bewahren, stellen Bäume und andere Pflanzen ein besonderes Harz her – dies ist die Grundsubstanz von Propolis. Hier kommen die Bienen und ihre erstaunlichen Fähigkeiten ins Spiel. Aber bevor wir zu ihrer Rolle bei der Entstehung von Propolis kommen, werfen wir einen Blick darauf, was Bienen insgesamt ausmacht.

Alles, was die Bienen tun, dient dem Wohl und dem Überleben der Gemeinschaft. An Tagen mit guten Bedingungen fliegen Arbeiterbienen bis zu 30-mal aus und besuchen auf jedem Flug 200 bis 300 Blüten. Für 500 Gramm Honig müssen Bienen rund acht Millionen Blüten besuchen und dabei einen Weg zurücklegen, der einer dreimaligen Erdumrundung entspricht. Diese Leistung sollte man sich beim nächsten Biss in ein Honigbrot auf der Zunge zergehen lassen.

Neben dem Nektar, den die Bienen aus den Blüten saugen und in ihren Honigmägen weiterverarbeiten, sammeln sie in ihren dichten Körperhärchen Blütenstaub und tragen diesen von einer Pflanze zur anderen. So sorgen Bienen „nebenbei“ für die Bestäubung von rund 80 Prozent aller Nutzpflanzen und vieler Wildpflanzen. Die Honigbiene ist also unser kleinstes und eins der wichtigsten Nutztiere. Ohne sie hätten wir kaum etwas zu ernten.

zwei Bienenstöcke auf dem Dach des Berliner Doms

Bienen auf dem Dach des Berliner Doms

Man darf sich deshalb fragen, ob wir Menschen diese Leistung der Bienen ausreichend würdigen. Seit Jahren warnen Umweltschützer vor der Gefahr, die das voranschreitende Bienensterben für unser Ökosystem darstellt. Der großflächige Einsatz aggressiver Pestizide, Temperaturschwankungen im Zusammenhang des Klimawandels und nicht zuletzt der mangelnde Nachwuchs an Berufsimkern stellen große Bedrohungen für unsere Bienenvölker dar. Laut einer Studie aus dem Jahr 2014 fehlen in Europa über 13 Millionen Bienenvölker und etwa sieben Milliarden Honigbienen für die Bestäubung. Ein Teil des Defizits wird zwar von Hummeln und Schwebefliegen gedeckt, aber auch diese brauchen besonderen Schutz. Das Bienensterben greift der Dokumentarfilmer Markus Imhoofs in seinem sehr sehenswerten Film More than Honey (2012) auf. Doch zurück zum Propolis – auch das ist schließlich „more than honey“.

Aus dem Propolis der Pflanzen wird das Propolis der Bienen

Neben den allseits bekannten Bienenerzeugnissen Honig und Wachs produzieren die Tiere noch den Königinnenfuttersaft Gelée Royale eben das „Kittharz“ Propolis. Um Propolis zu gewinnen, fliegen Bienen ganz gezielt zu Bäumen mit verletzter Rinde, wobei sie jene Bäume mit frischem und noch flüssigem Propolis-Harz bevorzugen. Mit ihren Mundwerkzeugen lösen sie das Harz von den Pflanzen, um es anschließend in ihrem Pollenkorb – einer Art „Säckchen“, das sich an ihren Hinterbeinen befindet – zu verstauen und als Propolis in den Bienenstock zu transportieren.

Dieses Sammeln hat Sinn und Zweck: Das von den Bienen durch den Kontakt mit den Pollen verfeinerte Propolis wird im Bienenstock zum Abdichten der Waben genutzt. Vergleichbar mit Mörtel dient Propolis jeglichen Bauarbeiten am Bienenstock. Die Tiere setzen das Propolis aber nicht nur als Baumaterial ein, sondern vor allem zum Schutz des Stocks. Eingeschleppte oder vorhandene Pilze, Bakterien, Viren und Mikroorganismen werden durch Propolis in ihrer Entwicklung gehemmt oder abgetötet – ein geniales System, das für den Fortbestand einer ganzen Art eine entscheidende Rolle spielt. Die „Ernte“ von Propolis für den menschlichen Bedarf wird den Bienen dabei nicht gefährlich: Das Propolis wird mit Hilfe eines Gitters gewonnen, das in den Stock gelegt wird, und deren Lücken die Bienen mit dem Harz versiegeln – zusätzlich zu den offenen Stellen am Stock, die sie zu dessen Schutz verschließen.

Was ist das Geheimnis von Propolis?

Was Propolis auch für den Menschen so interessant macht, ist der außergewöhnlich hohe Anteil wertvoller Flavonoide. Flavonoide sind natürliche Pigmente, die vor allem in Obst und Gemüse vorkommen, außerdem in Form von Blütenfarbstoffen. So gelangen diese sekundären Pflanzenstoffe auch ins Propolis – die Bienen sammeln sie im Kontakt mit Blüten ein. Doch damit nicht genug: Das Harz ist auch besonders reich an wertvollen Aminosäuren. Schon die Ägypter verwendeten Propolis in ähnlicher Weise wie die Bienen im Stock, nämlich zum Balsamieren von Mumien.

Propolis ist nicht gleich Propolis

Abhängig von den Pflanzen, von denen das Propolisharz stammt, kann es von hellgoldener bis dunkelbrauner Farbe sein. Wie das optische Erscheinungsbild, so variiert auch die Zusammensetzung von Propolis stark. Einige Gebiete unserer Erde beschenken uns mit besonders wertvollem Propolis – nämlich diejenigen mit der größten Pflanzenvielfalt und den geringsten negativen Umwelteinflüssen, etwa durch Pestizide oder Abgase. Eine Art von Gebiet, in dem besonders hochwertiges Propolis zu finden ist, ist der Regenwald. In den riesigen Urwäldern sind bis heute rund 400.000 Pflanzenarten bekannt. Weil die Bienen hier eine endlos scheinende Vielzahl an gesunden Pflanzen zur Auswahl haben, enthält Propolis aus dem Regenwald eine einzigartige Mischung an höchstwertigen Naturstoffen.

Propolis in optimaler Bioverfügbarkeit

Will man Propolis auch für uns Menschen nutzbar machen, zeigt sich eine Schwierigkeit: die harzige, nicht wasserlösliche Konsistenz des Propolis. Was unter den Bedingungen eines heißen Bienenstocks von Vorteil ist – nämlich, dass Propolis klebt und versiegelt – stellt für die kosmetische Verwendung oder den Einsatz in Lebensmitteln eine Herausforderung dar. Bisherige Versuche, die Wundersubstanz der Bienen auch Menschen zugänglich zu machen, waren Propolis-Drops, Tinkturen oder Salben, bei denen Propolis meist in Alkohol gelöst oder mit Fetten kombiniert wird.

In INJU ist Propolis auf eine Weise verarbeitet, die die Sprache des menschlichen Körpers spricht. Dank des eigens für INJU entwickelten Herstellungsverfahrens kann das Harz nämlich wasserlöslich gemacht und dem Körper in flüssiger Form zugeführt werden. Das Ergebnis: Propolis in optimaler Bioverfügbarkeit. So wie die Bienen den wertvollen Stoff genau für die Bedürfnisse ihres Stocks zusammenstellen, können wir das Propolis dem menschlichen Körper in einer optimalen Form darreichen: für ein starkes und intaktes menschliches Haus.

Lara

Als Kommunikations- und Strukturbeauftragte bei INJU bloggt Lara vor allem zu alternativen Wirtschaftsansätzen und Fragen, die sie für sich noch nicht beantwortet hat.

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